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Bilder vom Jubiläum werden aktualisiertund noch'n Gedicht...
Die Eisenbahnstrecke Leipzig - Großkorbetha beging ihr 150jähriges Jubiläum...

Rückblick:   
      Am Samstag den 25.3.2006 zog die würdige zentrale Eröffnungsveranstaltung zahlreiche Schaulustige zum Bahnhof in Markranstädt. Nach der Eröffnungsrede durch Markranstädts Bürgermeisterin Carina Radon, sprachen auch Hans-Ullrich Schmidt vom Sächsischen Verkehrsministerium und Ludwig Bauer vom Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt, unter der Anwesendheit der Bürgermeister der Anliegergemeinden und der Landräte welche die Bahnstrecke durchquert. Die Redner unterstrichen nochmals die Bedeutung der Bahnverbindung zwischen den beiden Bundesländern, sowie im deutschen und europäischen Eisenbahnnetz.

    Danach wurde das Festwochenende offiziell eingeläutet. Mit „Kesselwasser“, einem Getränk aus Schwarzer Johannesbeere und Sekt, stießen die Gäste auf das weitere Wohl der Bahnstrecke an. Nur wenig später fuhr der Dampfsonderzug auf seiner Fahrt nach Leipzig-Leutzsch in den Bahnhof ein. Festlich bekleidet durch den Spielmannszug Markranstädt. Nach anfänglich sehr bescheidenem Wetter, mit Regenschauern, zeigte sich zum Nachmittag endlich auch die Sonne.

    Zur Mittagszeit am Samstag durchfuhr der unumstrittene Star des Jubiläumswochenendes die Dampflokomotive 18 201, die Bahnstrecke von Leipzig nach Großkorbetha. Übrigens ist dies die schnellste betriebsfähige Dampflokomotive der Welt! Bis zum frühen Sonntagnachmittag konnte dann die Maschine auf dem Bahnhofsfest in Großkorbetha besichtigt werden, bevor sie weiter nach Meiningen ins dortige Dampflokwerk fuhr. Hunderte Gäste nutzten die Möglichkeit zur Besichtigung des Führerstandes der Lok.

    Lange Schlangen bildeten sich. An beiden Festtagen pendelte der Dampfsonderzug gezogen von der Dampflokomotive 52 8154-8, des Eisenbahn Museums Bayerischer Bahnhof zu Leipzig e.V., zwischen Leipzig-Leutzsch und Großkorbetha. An die 1300 Fahrgäste nutzten insgesamt die Möglichkeit zur Mitfahrt im Sonderzug. In den Bahnstationen wurde der ausverkaufte Zug stets freudig begrüßt. Dieser machte mit lautem Läute- und Pfeifsignal stets auf sich aufmerksam. Ein riesiger Spaß vor allem für die Kinder. Entlang der Strecke standen die Fans Spalier um die tollsten Schnappschüsse dieses Ereignisses einzufangen.

    Für die Statistiker: Die 1943 gebaute Dampflokomotive 52 8154-8 verbrauchte an beiden Festtagen mehr als 8 t Kohle. Sie legte mit dem Sonderzug, gebildet aus 4 Wagen, zwischen Leipzig-Leutzsch und Großkorbetha über 302 Kilometer zurück, nicht eingerechnet sind dabei die Rangierfahrten in den Endpunkten. Große Anziehungspunkte waren auch die Bahnhofsfeste in Großkorbetha, Bad Dürrenberg, Kötzschau, Großlehna, Markranstädt und Leipzig-Rückmarsdorf. Hunderte Gäste drängten sich um die geschichtlichen Ausstellungen zu sehen, das Buch zum Jubiläum zu kaufen und auch um mit einem Gläschen auf das „Geburtstagskind“ anzustoßen. Für Speis und Trank war auf allen Festen reichlich gesorgt.
Historisch gekleidete Heimatfreunde zeigten sich in Bad Dürrenberg, Kötzschau, Markranstädt, und Rückmarsdorf, sowie im Dampfsonderzug. Auch ehemalige Eisenbahner waren auf den Bahnhofsfesten in ihrer alten Uniform anwesend. Der Dampfsonderzug wurde in Großkorbetha, Bad Dürrenberg, Großlehna und Markranstädt jeweils mit Blaskapellen begrüßt. An beiden Tagen fuhr zwischen Bad Dürrenberg und Großkorbetha ein historischer Bus, der „70er Jahre Express“. Ebenso pendelte auch am Sonntag ein alter Linienbus aus Paris, Baujahr 1932, zwischen Kötzschau, Bad Dürrenberg sowie Großlehna und Markranstädt. 

Leider viel zu schnell ging dieses tolle Wochenende vorüber.
Die letzten Dampfwolken sind nun schon längst verflogen.